WER FRAUEN NICHT BENENNT MACHT SIE UNSICHTBAR

Das österreichische Normungsinstitut schlägt in einem Entwurf zur ÖNORM A 1080 vor, auf weibliche Formen zu verzichten und stattdessen mittels Generalklauseln klarzustellen, dass Frauen in der männlichen Form mitgemeint seien. Auf weibliche Formen könne in schriftlichen Texten verzichtet werden, denn männliche Formen würden für beide Geschlechter gelten, so die Empfehlung. Eine geschlechtergerechte Sprache ist neben zahlreichen anderen notwendigen Maßnahmen ein wesentliches Instrument zur Gleichstellung von Frauen und Männern. In seiner ausführlichen Stellungnahme geht der Verein österreichischer Juristinnen auf die relevanten Punkte ein und macht deutlich, dass der Entwurf der Geschlechtergerechtigkeit sowie den modernen Gleichstellungskonzepten widerspricht und die Staatszielbestimmung des Art. 7 Abs 2 B-VG, wonach sich Bund, Länder und Gemeinden zur tatsächlichen Gleichstellung von Mann und Frau bekennen, konterkariert.

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