Termine

Weltfrauentag: Wohin am 8. März?

Hier eine Auswahl an Aktivitäten rund um und am 8. März

(ohne Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit!)

INNSBRUCK

- DEMO (Arbeitskreis Emanzipation Partnerschaft), 4. März, Start um 13:00 bei der Annasäule (http://aep.at/)

- “Lange Nacht des Frauenfilms”, 4. März, ab 14:00 im Metropol Kino (https://www.innsbruck.gv.at/page.cfm?vpath=leben–soziales/frauen–maenner/lange-nacht-des-frauenfilms)

GRAZ

- DEMO am 8. März (8. März Komitee), Start um 17:00, Griesbäcker am Griesplatz (http://internationalerfrauentag.at/)

LINZ

- DEMO (Allianz Feminismus & Krawall), Start um 15:00 beim Volksgarten, Musiktheater Linz (http://www.feminismus-krawall.at/programm-8-maerz-2017/)

WIEN

Demos

- Autonome FrauenLesben-Demo (FZ), Start um 18:00, Mariahilferstraße/Broda-Platz/U3 (https://www.facebook.com/Frauenlesbenm%C3%A4dchenzentrum-Wien-424636541072966/?fref=ts)

- F*L*I*T* (Frauen-Lesben-Inter-Trans)-DEMO „Take back the streets – jeder Tag 8. März“, 17:00 Uhr Kundgebung am Urban-Loritz-Platz (https://www.facebook.com/events/612685098919583/)

- Frauenstreik der Alleinerzieherinnen vorm Parlament (Forum Kindesunterhalt), 17:00, Parlament https://www.facebook.com/events/1833773396899280/

- “Globaler Frauenstreik” (https://www.facebook.com/frauenwollenmehr/),

Veranstaltungen am 8. März

- “Vielfalt Frauen Leben”, Frauentag im Wiener Rathaus (MA 57), 15:00-19:30 (https://www.wien.gv.at/menschen/frauen/stichwort/politik/frauentag/frauentag2017.html)

- „Alles was Recht ist! Perspektiven 20 Jahre nach dem Frauenvolksbegehren“, 17:00-20:00, Bundesministerin für Gesundheit u. Frauen, Radetzkystraße 2, 1030

- Sonderführungen in Museen (http://www.stadt-wien.at/veranstaltungen/frauentag.html)

- Fest für Tina Leisch von den Grünen Frauen Leopoldstadt, 19:00, VHS Veranstaltungszentrum Praterstern (https://leopoldstadt.gruene.at/themen/frauen/komm-zum-fest-fuer-tina-leisch)

- Weltfrauen*tag im WUK, Iranische Bibliothek (https://www.facebook.com/events/413748498969908/)

- FEMME DMC (female* only Hip Hop) im Fluc (https://www.facebook.com/events/204096506731389/)

Veranstaltungen rund um den 8. März

- Frauentagsfest im ega, 4. März, ab 16:30 (http://ega.or.at/?p=4262) – „Widerstand setzen und Widerstand spüren“ (AÖF), 11. März, 14:00-18:00, Urania (Anmeldung: urania@vhs.at) Bei diesem Programm ist sicher für jede etwas dabei!

Stammtisch zum Thema “Leihmutterschaft – Ausbeutung oder Autonomie?” am 5. April 2017

Der Verein österreichischer Juristinnen lädt sehr herzlich zum ersten inhaltlichen Stammtisch im neuen Jahr zum Thema “Leihmutterschaft – Ausbeutung oder Autonomie?” am 5. April 2017 um 18.30 Uhr  im Café Winter ein.

Leihmutterschaft ist neben Sexarbeit vermutlich das aktuell streitbarste Thema in feministischen Diskursen. Für jene, die ein absolutes Verbot von Leihmutterschaft fordern, ist Leihmutterschaft immer eine Form der Verletzung der Würde von Frauen. Leihmütter würden als „Reproduktionstanks“ nicht nur ihre Gebärmutter, sondern auch sich selbst verkaufen. Eine freiwillige Entscheidung, Gebären als von Mutterschaft und Mutterliebe entkoppelte Tätigkeit durchzuführen, sei nicht möglich. Ein absolutes Verbot der Leihmutterschaft diene daher dem Schutz von Frauen vor Instrumentalisierung und Ausbeutung. Damit werden aber zugleich faktisch bestehende Leihmutterschafts-verhältnisse, die auf sozialen und ökonomischen Ungleichheitslagen aufbauen, ignoriert. Und den Frauen, die sich – aus welchen Gründen auch immer – für eine Tätigkeit als Leihmutter entscheiden, wird nicht nur ihre Autonomie abgesprochen, sondern damit auch der Zugang zum Recht versagt.

Vor diesem Hintergrund wollen wir uns nach einem kurzen Input von Caroline Voithofer zur rechtlichen (Nicht)Regelung in Österreich der feministisch schwierig zu beantwortenden Frage stellen, ob und wenn ja wie Leihmutterschaft nicht nur geregelt, sondern auch bezeichnet werden könnte, ohne dabei einzelnen Frauen an sich die Möglichkeit abzusprechen, autonom entscheiden zu können. Einen möglichen Ansatzpunkt dafür liefert Johanna Schlintl mit ihrem Input. Sie wird den Blick für eine andere Perspektive (er)öffnen: Könnte in Analogie zu einem Sex-as-Work-Ansatz ein Maternity-as-Work-Ansatz formuliert werden? Könnte also die rechtliche Anerkennung von Sexarbeit und Leihmutterschaft als Ausdruck sexueller und reproduktiver Autonomie, wie es die Sex Radicals für die Sexarbeit vertreten, Frauen von den hegemonialen Konzepten weiblicher Sexualität und Mutterschaft emanzipieren? Hier wird Caroline Voithofer rechtspolitisch anknüpfen und nach einer Darstellung der im Rahmen von Leihmutterschaftsverhältnissen berührten Rechtsbeziehungen in die gemeinsame Diskussion überleiten.

Die Veranstaltung möchte das breite Expertinnen*wissen der Anwesenden nutzen um über die Sinnhaftigkeit einer Regulierung von Leihmutterschaft gemeinsam zu reflektieren. Was also an dem Abend genau passiert, bleibt offen. Für Spannung sollte somit gesorgt sein, Vorbeikommen, Zuhören und Mitdiskutieren lohnt sich in jedem Fall!

MMag.a Dr.in Caroline Voithofer, ist als Univ.-Ass.in am Institut für Zivilrecht der Universität Innsbruck sowie im Verein „Arbeitskreis Emanzipation und Partnerschaft“ tätig Sie beschäftigt sich bereits seit 2011 mit dem Thema „Reproduktionsmedizin“.

Mag.a (FH) Johanna Schlintl, ist neben ihrem Studium der Rechtswissenschaften als
Assistentin bei Univ.-Prof.in Elisabeth Holzleithner tätig und im Vorstand des VöJ. Davor hat sie das Studium der Sozialarbeit an der FH Campus Wien abgeschlossen und vor Allem im frauenspezifischen Bereich gearbeitet.

Wann: 5. April 2017, Beginn 18:30 Uhr
Wo: Café Winter, Alser Straße 30, 1090 Wien
(Hinterzimmer, bitte ganz durchs Lokal durchgehen in den extra Raum)

Neben einer spannenden Diskussion zum Thema bietet der Stammtisch wie immer auch die Möglichkeit zum Austausch und zur Vernetzung. Wir freuen uns sehr auf ein Wiedersehen oder Kennenlernen!